Sommerlicher Empfang im Burgmeier-Garten in Etzenhausen

31. Juli 2015 | Integration und Migration

SPD-Landtagsfraktion bedankt sich bei den ehrenamtliche Helfern in der Asylbetreuung

Landkreis Dachau – „Ich danke allen Helfern, die mich und meine Familie so wunderbar unterstützt haben. Jetzt kann ich sogar in Deutsch auch meine Gefühle, Träume und Ziele ausdrücken“, erzählte der 24-jährige Yazdan Ayo, ein Flüchtling aus Syrien, den rund 100 Helferinnen und Helfern in der Asylbetreuung in gutem Deutsch. Die SPD-Landtagsfraktion mit ihren beiden Abgeordneten Martin Güll und Hans-Ulrich Pfaffmann aus dem Fraktionsvorstand hatten zu dem sommerlichen Empfang in den Garten des Hotels Burgmeier in Dachau-Etzenhausen eingeladen.

„Sie haben unaufgefordert und mit Herz gehandelt, wo kolossale Not herrschte. Auf diesem Weg wollen wir Danke sagen und ihre Arbeit würdigen. Ich danke aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landratsamt, bei der Caritas und in den Schulen, die wie Sie täglich aufs Neue hervorragende Arbeit auf diesem Gebiet leisten“, zeigte sich der Dachauer SPD-Landtagsabgeordnete Martin Güll als Gastgeber tief beeindruckt von diesem beispielhaften Einsatz. Eine Helferin brachte es auf den Punkt: „Ohne uns würde das System zusammenbrechen. Was täte der Staat ohne die zahlreichen Helferkreis?“

Der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann formulierte in seinem Grußwort seinen Dank an die unermüdlichen Helferinnen und Helfer, aber auch deutliche Hausaufgaben an die Landes- und Bundespolitik: „Sie reden nicht über eine Willkommenskultur in Deutschland, sondern Sie leben sie täglich. Das geht aber nicht ohne klare Strukturen und Unterstützung, für die das Land Bayern zu sorgen hat. Und das darf nicht bei Verwaltungspersonal oder Sozialberatung stehen bleiben, sondern muss sich in konkreten Förderprogrammen beispielsweise für bezahlbaren Wohnraum zeigen.“ Denn mindestens die 30 Prozent geduldeten oder anerkannten Flüchtlinge und Asylbewerber müssten nach ihrem Verfahren auch irgendwo wohnen können, so der Oberbürgermeister.

Scharf kritisierte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Hans-Ulrich Pfaffmann, in seiner Rede das von Innenminister Joachim Herrmann im bayerischen Alleingang erlassene Arbeitsverbot für Flüchtlinge aus den so genannten sicheren Herkunftsländern. „Grundsätzlich darf es kein Arbeitsverbot für Flüchtlinge in Bayern geben. Sie müssen arbeiten dürfen. Das ist allemal besser, als untätig in den Unterkünften zu sitzen.“ Man dürfe auch nicht nach „guten“ und „schlechten“ Asylbewerbern unterscheiden je nachdem aus welchem Herkunftsland die Asylsuchenden kämen. „Das Asylrecht ist ein Individualrecht“, so Pfaffmann. Er schloss sich dem Dank seiner Vorredner an: „Die Helferkreise sind die Friedensbotschafter eines solidarischen Europas.“

Auch Landrat Stefan Löwl schaute bei dem sommerlichen Empfang der SPD-Landtagsfraktion für die Helferkreise vorbei. „Wir können nicht oft genug Danke sagen. Da sollte es auch keine Parteigrenzen geben.“ Bei guten Gesprächen, einem herausragenden vegetarischen Büffet mit gut gekühlten Getränken, ausgeschenkt von der Familie Burgmeier, saßen Helfer und Asylbewerber gemeinsam bis in den Abend hinein. „Dass so viele Menschen gekommen sind, zeigt uns, dass ein großer Redebedarf herrscht“, beschloss Gastgeber Martin Güll den Abend.

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