Bildungspolitiker holen sich Informationen aus erster Hand

24. November 2017

Schulkonferenzen in ganz Bayern – Digitale Bildung und Inklusion fordern heraus

Die Digitalisierung stellt eine besondere Herausforderung an die Schulen dar. Tablets, Laptops und andere Computer werden zunehmend im Unterricht genutzt – doch Lehrer und Lehrerinnen tun sich schwer, zusätzlich zum Unterricht in ihrer Freizeit auch noch den Support für Programme und Technik zu übernehmen. Dazu müssen sie umfassen fort- und weitergebildet werden.

Dies ist eines der Ergebnisse der Bildungstour, die der Vorsitzende des Bildungsausschusses und bildungspolitische Sprecher Martin Güll im November und Dezember durch die bayerischen Regierungsbezirke unternommen hat. Gemeinsam mit seinen Arbeitskreiskolleginnen und den lokalen SPD-Abgeordneten führte Güll Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern, Schulleitern, Schüler-, Eltern- und Verbandsvertretern, um zu sehen, welche Hausaufgaben es für die Politik gibt. „Wir haben zugehört und uns die Informationen aus erster Hand geholt, um uns ein realistisches Bild machen zu können“, sagt Güll.

Die ersten Schulkonferenzen zeigten mehr als deutlich, dass sich die Schulen im Freistaat im Wandel befinden und mit neuen Herausforderungen umgehen müssen. Die Digitalisierung hat die Schulen voll erfasst. Handys sind jeden Tag ein Thema, auch für den Schulleiter, der via Handy aus dem Unterricht gerufen wird, um dringende Verwaltungsarbeiten zu erledigen. Computer können oft monatelang nicht gewartet werden, weil es keine Spezialisten gibt und Kinder können dem Unterricht nicht folgen, weil es zu wenige Geräte gibt. Dieses Problem wurde vor allem in Würzburg an die Bildungspolitiker herangetragen. Die Forderung ist klar: Die Schulen brauchen Computer-Spezialisten.

Inklusion und Ganztagsunterricht stellen vor allem Grund-, Mittel, und Förderschulen vor Probleme, erfuhren auch die örtlichen Abgeordneten Volkmar Halbleib und Kathi Petersen bei der Würzburger Bildungskonferenz. Unterfränkische Realschulen wünschten sich Unterstützung in Form von Schulsozialarbeitern. Die Schule müsse immer häufiger mit Problemen umgehen, die die Kinder von zuhause mitbringen.

Inklusion von Menschen mit Behinderung ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen. Die Schulen stellt sie vor besondere Herausforderungen. Allgemeinbildende Schulen könnten diese Herausforderung nur stemmen, wenn es ausreichend speziell qualifiziertes Personal gibt, das dem Kind mit Handicap und den übrigen Schülerinnen gerecht wird.

Die Bildungskonferenzen fanden neben Würzburg auch in München, Bayreuth, Stadtbergen bei Augsburg, Regensburg, Nürnberg und Landshut statt. Ergänzt um drei Veranstaltungen in Weiden, Schweinfurt und Mühldorf. „Wir haben eine Fülle von Anliegen aus diesen Gesprächen mitgenommen und werden die Ergebnisse auf jeden Fall in unsere parlamentarische Arbeit einfließen lassen“, verspricht Güll.

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