G9-Debatte vor dem Abschluss: Lösung nur gemeinsam mit der Opposition

04. März 2017

Vorsitzender des Bildungsausschusses Martin Güll fordert Seehofer auf, alle Fraktionen einzubeziehen

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag Martin Güll spricht sich für eine interfraktionelle Zusammenarbeit hinsichtlich der Zukunft des Gymnasiums aus: „Die G9-Debatte muss jetzt zu einem Abschluss kommen. Ich fordere Ministerpräsident Seehofer auf, alle Fraktionen in die Schlussgespräche mit einzubeziehen und am Ende einen Schulfriedensvertrag auszuhandeln“.

Der SPD-Bildungsexperte findet es verwunderlich, dass der Ministerpräsident mit allen Vertretern der Schulgemeinschaft und den kommunalen Spitzenverbänden spreche, nicht aber mit den drei Oppositionsfraktionen. „Die Zukunft des Gymnasiums geht uns alle an und wir sollten uns alle jetzt um eine tragfähige Lösung bemühen, die Ruhe in die bayerischen Gymnasien bringt und mindestens die nächsten beiden Jahrzehnte trägt“, fordert Güll.

Die letzten Debatten im Bayerischen Landtag hätten doch gezeigt, dass die übergroße Mehrheit für ein zukunftsweisendes neunjähriges Gymnasium sei. „Das ist doch jetzt eine einmalige Chance, fraktionsübergreifend das Thema Gymnasium zu beenden. Es gibt im Bildungsbereich darüber hinaus noch genug andere Themen, die wir auf die Agenda setzen müssen“, stellt der SPD-Bildungsexperte fest. Güll nennt in diesem Zusammenhang die Stärkung der beruflichen Bildung, die Umsetzung der inklusiven Schullandschaft und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Schulleiter und Verwaltungsangestellten.

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