„Rote Radler“ in Dachau - Interessante Themen für SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher

Güll Rinderspacher Schrodi

03. August 2017

Radlparkhaus, Caritas Zentrum und AWO bieten einen Nachmittag lang genügend Gesprächsstoff

Dachau – „Die politischen Forderungen der Caritas gleichen den unseren wie ein Ei dem anderen“, stellte Martin Güll nach seinem Besuch mit dem Chef der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher, im Caritas Zentrum Dachau trocken fest. „Egal ob beispielsweise die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum, Bildung von Anfang an oder gerechte Löhne... Und es gibt noch viele andere, die der SPD-Programmatik entsprechen!“ Anlass des Besuchs und der Gespräche, u.a. mit Lena Wirthmüller, Verantwortliche für den Armutsbericht Dachau, und der Caritas-Kreisgeschäftsführerin Heidi Schaitl, war die Tour der Roten Radler, die Rinderspacher dieses Jahr nach Dachau brachte. Außer den beiden SPD-Landtagsabgeordneten waren OB Florian Hartmann und der Bundestagskandidat für Dachau und Fürstenfeldbruck Michael Schrodi dabei.

Rinderspacher zeigte sich besonders beeindruckt vom im Bau befindlichen Radlparkhaus am Dachauer Bahnhof, das Florian Hartmann auf der Tour stolz präsentierte. „Seit 2010 bin ich jeden Sommer in Bayern unterwegs, aber das ist beispielhaft“, sagte Rinderspacher mit großer Anerkennung. Hartmann wies darauf hin, dass man tatsächlich sehr weit fahren müsse, um etwas Ähnliches in Deutschland zu finden: „In Amsterdam gibt es ein Fahrradparkhaus in der gleichen Dimension – im Paradies für Fahrradfahrer halt.“ Michael Schrodi würde gerne insgesamt durch solche Angebote den Verkehr weg von der Straße bringen: „Man muss dies auch im großen Zusammenhang sehen – je mehr gut ausgebaute Radlwege und Schnellradlwege realisiert werden, desto mehr fahren mit dem Rad zum Bahnhof und von dort weiter in die Landeshauptstadt“, so der Olchinger.

Auch die AWO war mit ihren Problemen auf der Tagesordnung der Politiker. „ErzieherInnenmangel ist zurzeit das Thema, das bei uns brennt“, sagte Oskar Krahmer, der Vorsitzende der AWO Kreisverband Dachau beim letzten Stopp der Radler-Truppe. Und Geschäftsführerin Wiebke Kappaun ergänzte: „Der Baby-Boom liegt ja noch vor uns – in ein paar Jahren wird es noch kritischer werden – genauso wie der Mangel an Lehrkräften in den Schulen. Wir brauchen mehr gut ausgebildetes Personal.“ Martin Güll erklärte sich spontan bereit, das Gespräch, das aus Zeitmangel abgebrochen werden musste, im September fortzuführen. Und Rinderspacher bedankte sich für die Impulse: „Da sind heute ganz wichtige Themen angesprochen worden, die wir im 4. Quartal des Jahres mit Nachdruck auf die Tagesordnung im Landtag setzen werden!“

Teilen