SPD-Analyse ergibt: Bildungspaket der CSU sehr lückenhaft

06. April 2017

Bildungsausschussvorsitzender Martin Güll enttäuscht von den Beschlüssen

Nach einer ersten Analyse der bildungspolitischen Beschlüsse der CSU-Fraktion zeigt sich der Vorsitzende des Bildungsausschusses des Bayerischen Landtags, Martin Güll, enttäuscht: "Die Post würde das sogenannte Bildungspaket nicht einmal als Päckchen annehmen.“

Der SPD-Abgeordnete begrüßt die Rückkehr zu neunjährigen Gymnasium, hält aber die anderen Schularten für nicht ausreichend berücksichtigt: "Das Päckchen enthält für die Kitas nur lauwarme, nicht mal heiße Luft. Bei den Grund-, Mittel- und Berufsschulen wird nicht einmal das dringend Notwendige gemacht.“ Güll geht es vor allem um mehr Lehrer für weniger Unterrichtsausfall: „Die am stärksten belasteten Schularten werden bis zum Wahltag 2018 gerade mal mit 300 Stellen bedacht. Alles andere wird auf irgendwann verschoben. So kommt keine Ruhe an die Schulen, Herr Seehofer." Der Bildungsexperte kündigt an, die CSU nicht mit dieser Schmalspurlösung davon kommen zu lassen: "Den 1000 neuen Stellen fürs Gymnasium müssen mindestens ebenfalls 1000 neue Stellen an den anderen Schularten bis 2018 folgen. Und keine einzige weniger. Das wird die politische Auseinandersetzung der kommenden Wochen sein."

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