SPD: Lehrerausbildung ist nicht mehr zeitgemäß

26. Juli 2017

Bildungssprecher Güll: Historischer Lehrermangel an Grund- und Mittelschulen steht 5000 arbeitslosen Pädagogen an Realschulen und Gymnasien gegenüber

Der Bildungssprecher der SPD-Landtagsfraktion Martin Güll hält die aktuelle Form der Lehrerausbildung nach einzelnen Schularten für nicht mehr zeitgemäß. In seiner Pressekonferenz zum Schuljahresende (heute 26. Juli) im Bayerischen Landtag wies der Bildungspolitiker auf die historisch schlechte Personalausstattung an den bayerischen Grund- und Mittelschulen hin. Dem stünden aber 5000 arbeitslose Lehrer für Realschulen und Gymnasien gegenüber. "Es ist kaum möglich, die Lehrer an die Stellen zu bringen, an denen sie gebraucht werden. Das heißt für mich, dass wir die Lehrerausbildung neu strukturieren müssen", erklärt Güll. Er kritisiert, dass Kultusminister Spaenle sich trotz dieses Befunds allen Änderungsvorschlägen für die Lehrerausbildung verschließt.

Der SPD-Bildungssprecher vermisst eine vorausschauende Personalplanung durch das Kultusministerium: Im ablaufenden Schuljahr mussten die größten Engpässe an den Grund-, Mittel- und Förderschulen sowie an Berufsschulen durch den Einsatz von Pensionisten überbrückt werden. Darüber hinaus haben Lehreramtsstudierende mit erstem Staatsexamen die mobile Reserve verstärkt. Um den Ausfall durch Pensionierungen zur Jahresmitte zu kompensieren, wurden sogar Lehramtsstudierende ohne Examen eingesetzt oder hunderte schulartfremde Lehrkräfte mit Jahresverträgen angeheuert.

Das Handout zur Pressekonferenz finden Sie hier

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