Gemeinschaftsschule

Die SPD-Landtagsfraktion greift Anregungen von Schülern, Eltern und Lehrern in Bayern auf und entwickelt zusammen mit Experten ein Zusatzangebot zum dreigliedrigen Schulsystem in Bayern: Die Gemeinschaftsschule. Schüler und Schülerinnen sollen darin länger gemeinsam unterrichtet werden und bessere Bildungschancen bekommen. „Pädagogische Mottenkiste“ oder innovatives Schulmodell?

Gemeinschaftsschule – die bessere Antwort für Bayern.

Warum brauchen wir die Gemeinschaftsschule?

Aussortiert mit 10 Jahren, lernen unter Druck, Gemeinden ohne Schule … Der Alltag für viele Schülerinnen und Schüler in Bayern ist bestimmt von langen Fahrwegen, sturem Pauken und Versagensängsten. Hinzu kommt, dass in Bayern das Kind eines Akademikers eine fast sieben Mal höhere Chance hat, ein Gymnasium zu besuchen, als das Kind eines Facharbeiters.

Die große Idee hinter der Gemeinschaftsschule: Mehr Gerechtigkeit in Bayern. Denn Bildungschancen dürfen nicht vom Geldbeutel, von der Herkunft oder dem Wohnort der Eltern abhängen. Lernen ohne Übertrittsdruck und Lerninhalte, die sich dem Potenzial der Schülerinnen und Schüler anpassen – durch das moderne pädagogische Konzept der individuellen Förderung ist dies möglich. Und nur mit den besten Voraussetzungen kann jede Schülerin und jeder Schüler das Beste aus sich machen. Davon profitieren alle! Gemeinden bleiben mit dem Modell der Gemeinschaftsschule attraktiv für junge Familien. Unternehmen sichern sich gut ausgebildete Fachkräfte vor Ort. Und die Generationengerechtigkeit findet eine Basis, auf der Jung und Alt aufbauen können.

Fragen und Antworten zum Thema Gemeinschaftsschule (PDF, 263 kB)

Das Konzept Gemeinschaftsschule (PDF, 1,25 MB)

In 5 Schritten zur Gemeinschaftsschule (PDF, 364 kB)

Präsentation "Eine Schule für Alle" (PDF, 967 kB)

SPD Gesetzentwurf Gemeinschaftsschule (PDF, 189 kB)

Unser Konzept der Gemeinschaftsschule kann in Bayern Realität werden. Helfen Sie uns dabei.

Keiner darf auf der Strecke bleiben. Weder Schülerinnen und Schüler noch Unternehmen oder Gemeinden. Gemeinschaftsschule ist die bessere Antwort für Bayern.

Gemeinschaftsschulen werden auf Antrag des Schulträgers und der Schulfamilie durch die Verbindung von Schulen verschiedener Schularten oder durch eine Schulartänderung eingerichtet.

Basis ist immer ein von den Schulen zu erarbeitendes pädagogisches Konzept, das beschreibt, in welchen Schritten Formen des längeren gemeinsamen Lernens bis zur zehnten Jahrgangsstufe realisiert werden sollen. Damit wird sichergestellt, dass eine für die Region passgenaue und bedarfsgerechte Schule entsteht, die von den Bürgerinnen und Bürgern gewollt und mitentwickelt wird. Eine Gemeinschaftsschule kann nicht angeordnet werden, sondern ist eine freiwillige Entscheidung der Schulfamilie vor Ort.

Wir schaffen das Übertrittzeugnis ab. Dafür gibt es Mitte der 4. Klasse eine Empfehlung der Grundschule, die die gesamte Persönlichkeit des Kindes umfasst. Ein professionelles Beratungsteam der Grundschulen und der weiterführenden Schulen hilft den Eltern, die richtige Entscheidung zu treffen. in dem Entscheidungsprozess sind also die abgebende Grundschule und die aufnehmende Schule einbezogen. Für diese neue Form des Übertritts stärken wir die Beratungslehrkräfte und Schulpsychologen. Alle Kinder einer Grundschulklasse können zusammen in die Gemeinschaftsschule gehen.

Im Unterricht der Gemeinschaftsschule werden die Inhalte aller Schularten je nach Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler angeboten. Durch selbstgesteuertes Lernen wird ein Höchstmaß an individueller Förderung erreicht. Alle Jugendlichen können sich an der Gemeinschaftsschule gezielt auf die bekannten Abschlüsse wie Quali oder mittlere Reife vorbereiten. Die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler gehen direkt weiter in eine gymnasiale oder berufliche Oberstufe. Die Gemeinschaftsschule ist eine gebundene Ganztagsschule mit hoher pädagogischer Qualität und einem verbindlichen Angebot an Förderung. Das spart Nachhilfe. Statt Sitzenbleiben setzt die Gemeinschaftsschule auf individuelle Förderung

Gemeinschaftsschulen können schon ab 200 Schülerinnen und Schüler gebildet werden. Das ist vor allem für kleinere Schulstandorte ein großer Vorteil und hilft, die Schule wohnortnah zu halten. Vor allem in ländlichen Gebieten entspricht das den Wünschen der Familien. Die Kinder und Jugendlichen müssen nicht mehr lange im Bus sitzen, um in oft weit entfernte Gymnasien und Realschulen zu fahren. Die Schule bleibt beim Kind unter dem Motto: Unterricht statt Fahrschule.

Selbst wenn CSU-Kultusminister Spaenle gegen das Schulmodell wettert: „Griff in die pädagogische Mottenkiste“ und „Diese Schulform wird es in Bayern nicht geben“ - Bürgermeister, Gemeinde- und Stadträte aller Couleur denken anders als der CSU-Mann am Salvatorplatz in München.

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